Angkor Wat ist das größte religiöse Monument der Welt und die Krönung der Khmer-Architektur. Es wurde in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts, etwa zwischen 1113 und 1150, für König Suryavarman II. als Tempelberg erbaut, der dem Hindugott Vishnu geweiht war, und später in eine buddhistische Stätte umgewandelt. Seine fünf Lotusknospen-Türme, die auf einer weitläufigen, von Wassergräben umgebenen Plattform thronen und sich bei Sonnenaufgang in den Becken spiegeln, sind zum Wahrzeichen Kambodschas geworden – das einzige Bauwerk, das auf einer Nationalflagge erscheint. Die Galerien des Tempels beherbergen fast einen Kilometer an gemeißelten Flachreliefs, die hinduistische Epen, das Quirlen des Ozeans und marschierende Armeen darstellen.
Doch Angkor Wat ist erst der Anfang. Der weitläufige Angkor-Archäologiepark erstreckt sich über eine waldreiche Landschaft, die einst das Herz des Khmer-Reiches war und Hunderte von Tempeln aus dem 9. bis 15. Jahrhundert beherbergt. In seinem Zentrum liegt die ummauerte Königsstadt Angkor Thom, die durch monumentale Tore betreten wird und vom Bayon gekrönt wird – einem Tempelberg, der mit über zweihundert riesigen, friedlichen Steingesichtern besetzt ist, die in alle Richtungen blicken. Nur eine kurze Strecke entfernt liegt Ta Prohm, das weitgehend so belassen wurde, wie es die Entdecker vorfanden: Seine Korridore werden von den Wurzeln riesiger Würgefeigen und Seidenbaumwollbäume umschlungen – eine der meistfotografierten Verbindungen von Stein und Dschungel weltweit.
Der Park belohnt Zeit. Ein einziger Tag reicht für das essentielle Trio – Angkor Wat bei Sonnenaufgang, den Bayon und Ta Prohm – doch drei Tage sind der ideale Zeitrahmen, um Angkor Thom in voller Pracht, den Fluss der tausend Lingas in Kbal Spean und die exquisiten Rosasandstein-Schnitzereien von Banteay Srei zu erkunden. Der Pass ist offen datiert: Sie wählen Ihre Tage innerhalb des Gültigkeitszeitraums und kommen, wann es Ihnen passt – ohne feste Zeitvorgabe. Angkor wurde 1992 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.